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Matratzenberatung

Jeder Mensch ist verschieden. Deshalb hat jeder Mensch auch individuelle Anforderungen und Wünsche, wenn es um den Kauf einer neuen Matratze geht. Nicht nur die individuelle Konstitution des Körpers entscheidet darüber welche Matratze für uns die geeignete ist, sondern auch Kriterien wie das Alter, das Geschlecht, das Wärmeempfinden und ggf. bestimmte Vorerkrankungen spielen eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert sich beraten lassen, am besten in einem Fachgeschäft. Sowohl Kunde als auch Verkäufer sollten dafür ausreichend Zeit einplanen. Das Probeliegen auf unterschiedlichen Matratzen ist dabei ein Muss.

Der Verkäufer sollte über alle notwendigen Fakten bescheid wissen, wie etwa: Soll die Matratze eher etwas fester oder weicher sein? Auf welcher Art von Matratze schläft der Kunde zurzeit? Friert der Schläfer leicht? Schläft er bei offenem Fenster? Welche Größe benötigt der Kunde? Ist die Matratze für ein Doppelbett oder für ein Einzelbett gedacht?

Aufgrund der Präferenz, was die Festigkeit angeht, geben viele Verkäufer Empfehlungen zum Härtegrad abgeben. Matratzen sind meist in drei Härtegraden (H1 = soft, H2 = medium, H3 = fest) erhältlich, wobei Personen mit einem Körpergewicht von über 80 Kilogramm meist zum Härtegrad drei, dem festen, geraten wird. Aber Achtung - der Härtegrad von Matratzen ist keine genormte Größeneinheit und von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich ausfallen. Außerdem wird damit nicht die individuelle Körperkonstitution berücksichtigt, denn es macht einen wesentlichen Unterschied, ob sich die 80 Kilogramm Körpergewicht auf eine Körpergröße von 160 cm oder 190 cm verteilen.

Natürlich gibt es bei Matratzen unterschiedliche Höhen. Deshalb sollte darauf geachtet werden, ob die potenzielle Matratze gemeinsam mit einer anderen in einem Doppelbett liegen soll.

Unerlässlich beim Kauf einer Matratze ist auch die Frage nach dem Lattenrost. Bevor man sich zum Matratzenkauf entschließt, sollte vorher auch einmal der bisherige Lattenrost in Augenschein genommen werden. Welche Art von Lattenrost haben Sie, sind alle Federleisten unbeschädigt, wie viele Federleisten hat Ihr Lattenrost. Matratze und Lattenrost sollten aufeinander abgestimmt sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Eigenschaften der ausgewählten Matratze auch optimal genutzt werden können.

Es gibt die verschiedensten Arten von Matratzen, die heutzutage am häufigsten verkauften sind die sogenannten Kaltschaummatratzen.

Hier ein kurzer Überblick der gängigsten Matratzentypen:

Kaltschaummatratzen

Sie bestehen aus Polyurethan, der im Herstellungsprozess bei geringen Temperaturen aushärtet - daher der Name „Kalt“-Schaum. Er wird auch als HR-Schaum bezeichnet. Kaltschaum ein sehr elastisches, offenporiges und damit atmungsaktives Material mit hoher Punktelastizität. Kaltschaummatratzen gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Kaltschaummatratzen zählen heute zu den beliebtesten Matratzen. Das jeweilige Raumgewicht des Schaums ist ein Indikator für die Qualität. Je größer das Raumgewicht, umso hochwertiger ist die Schaumqualität.

Matratzen aus viscoelastischen Schaum

Dies Material wird häufig auch als Memory-Schaum bezeichnet und ist eine Sonderform eines Polyurethanschaums. Dieses Schaummaterial lässt den Körper einsinken und passt sich durch die eigene Körperwärme der Körperkontur sehr gut an. Bewegt man sich auf der Matratze nimmt das Material erst nach einer zeitlichen Verzögerung seine ursprüngliche Form wieder an, so dass der entstandene Körperabdruck für eine Weile erhalten bleibt. Das Material weist gute druckentlastende Eigenschaften auf, birgt allerdings den Nachteil, dass es Bewegungen wie z. B. das Umdrehen im Schlaf nicht unterstützt, sondern erschwert. Der viscoelastische Schaum reagiert auf Wärme. Je wärmer er wird, um so weicher wird er – umgekehrt wird er bei niedrigeren Temperaturen auch härter. Dies ist wichtig zu wissen, wenn man bevorzugt auch im Winter bei offenem Fenster schläft. Auch bei viscoelastischem Schaum informiert das Raumgewicht über die Qualität des Schaums.

Tonnentaschenfederkernmatratzen

Der Kern dieser Matratzen besteht aus Spiralfedern, die aus Draht gefertigt werden und unter Spannung in tonnenförmige Taschen eingenäht oder geklebt sind. Nur die Taschen sind miteinander verbunden, die jeweils darin enthaltene Feder kann jeweils einzeln und unabhängig federn und schwingen. Diese Federn können große Stauchkräfte aufnehmen. Sie sind eher punkt- als flächenelastisch. Im Matratzenkern kann sehr viel Luft zirkulieren und wirkt sich positiv auf den Wärme- und Feuchtigkeitstransport in der Matratze aus. Tonnentaschenfederkernmatratzen werden oft für schwergewichtige Menschen oder für Menschen, die zu vermehrtem Schwitzen neigen, empfohlen. Die Anzahl der Tonnentaschenfedern gibt Aufschluss über die Qualität der Matratzen. Je größer die Anzahl der Federn ist, je punktelastischer und hochwertiger ist sie.

Latexmatratzen

Sie werden heute meist aus synthetischem Kautschuk hergestellt. Selbst die meisten als aus Naturlatex deklarierten Matratzen, bestehen heute zum größten Teil aus synthetischen Kautschuk. Im Herstellungsprozess wird das Rohmaterial in Formen gegossen und anschließend vulkanisiert. Latex ist ähnlich biegsam wie Schaumstoff, allerdings weniger offenporig. Es ist zudem relativ schwer, aber auch sehr formstabil. Es wird heute aufgrund der Robustheit meist für schwergewichtige Menschen empfohlen. Das Raumgewicht des Material gibt auch hier Aufschluss über die Qualität.