Eine Matratze sollte möglichst hart sein haben die Großeltern noch gepredigt. Heute sind derartige Pauschalweisheiten überholt. Die Bedingungen, unter denen der Einzelne am besten schlafen kann können voneinander von Fall zu Fall stark abweichen. Matratze und Unterfederung müssen den individuellen Bedürfnissen entsprechend ausgewählt werden.
Grundlegende Voraussetzung für einen guten Schlaf sind vor allem die richtigen Maße des Bettes. Laut Faustregel ergibt sich die ideale Länge aus der Körpergröße im ausgestreckten Zustand plus 20-30 Zentimeter, bei einer Mindestbreite von 95 Zentimetern (90 Zentimeter für jeden in einem Doppelbett). Der Freiraum ist für den Schlafenden sehr wichtig. Pro Nacht wechselt der Mensch ca. 60 Mal die Schlaflage. Wer sich dabei behindert und eingezwängt fühlt, kann sich auch nicht ordentlich ausruhen – deshalb haben wir hier für Sie eine Art Matratzenfinder bzw. Matratzenberater erstellt. Finden Sie die Matratze die am besten für Ihren Schlaf geeignet ist.
Ebenso wichtig für eine entspannte Schlafsituation ist aber die Wahl der richtigen Matratze. Ist sie zu hart, kann sie Druckstellen hervorrufen, zur Muskelverkrampfung und zum Blutstau führen. Ist sie zu weich, bildet sich eine Kuhle – als Folge hängt die Wirbelsäule durch. Im Idealfall verfügt die Matratze über eine nachgiebige Stützfunktion, durch die der Körper des schlafenden anatomisch korrekt getragen wird. In der Seitenlage ist die Wirbelsäule in etwa gerade, in Rückenlage hat sie ihre natürliche S-Formung, Schultern und Po sinken ein und die Bandscheiben können sich erholen.
Bei einer guten Verarbeitung können alle gängigen modernen Matratzen-Materialien, Endlos- und Taschenfederkern-, Schaumstoff- und Latex-Matratzen den nötigen Komfort bieten. Im punktelastischen Abstützen des Körpers bieten sie klar Vorteile gegenüber einfacheren und preiswerteren Bonellfederkern-Matratzen. Immer häufiger werden von den Herstellern auch Materialien und Techniken miteinander kombiniert, um deren Vorzüge miteinander zu verbinden. Auch werden sogenannte Mehrzonenmodelle angeboten, bei denen die Körperteile verschieden stark gestützt werden – je nach individueller Vorgabe. Die Hersteller geben oftmals einen Härtegrad an; eine einheitliche Skala hierfür gibt es aber nicht. Das ideale Modell findet man nur durch ausgiebiges Probeliegen – entweder im Geschäft, am besten aber über mehrere Nächte daheim. Schwerere Personen oder Menschen mit Bandscheibenproblemen sollten ehr auf ein härteres Modell zurückgreifen.
Neben den klassischen Modellen gibt es auch solche aus komplett natürlichen Grundmaterialien, von Schafswolle über Naturlatex, Rosshaar, Sisal Kokos bis hin zu Stroh. Auch bei diesen Matratzen werden Materialschichten kombiniert, um die positiven Eigenschaften du addieren. So ist Rosshaar sehr gut für Auflagen zu verwenden. Manche der Naturstoffe bedürfen allerdings einer besonderen und vermehrten Pflege, damit sie länger halten und z.B. kein Schimmel entstehen kann. Ein Gespräch mit einem Fachmann ist hier unentbehrlich.
Das Schlafklima spielt für das körperliche Wohlbefinden eine äußerst entscheidende Rolle. Der menschliche Körper reagiert bereits auf Temperaturschwankungen von ein bis zwei Grad Celsius. Im Bezug auf die Matratze heißt das: sie muss in der Lage sein, die Temperatur auf einem möglichst konstanten Niveau zu halten. Sonst fröstelt der Schlafende irgendwann und wacht auf, im andern Fall wird es zu warm. Einen halben Liter schwitzt ein durchschnittlich in der Nacht aus. Die Feuchtigkeit muss von Matratze und Unterfederung schnell weitergeleitet werden, sonst liegt der Schlafende buchstäblich im eigenen Saft.
Allergiker sollten darauf achten, dass im Matratzeninnern kein Material steckt, das nicht vertragen wird. Gegen Hausstaubmilben wirkt ein allergendichter Bezug, Encasing genannt. Hygienisch und zugleich praktisch sind abnehmbare, waschbare Bezüge. Beim Kauf sollte auf diesbezügliche Kennzeichnungen geachtet werden.
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